BUCHENBERG

► GESCHICHTE

       Buchenberg liegt am Ostabhang des Schwarzwaldes an der europäischen Wasserscheide zwischen Rhein und Donau. Am Fuße des Brogen (rd. 900 m + NN) entspringt aus dem Buntsandstein der Glasbach. Er fließt nach Osten, zum Neckar hin. Sein Name gibt Zeugnis von einer der ersten Glashütten des Schwarzwaldes um 1500 nach Christus. Funde von Steinbeilen und Scherben von Gefäßen der sogenannten Horgener Kultur weisen auf eine weitaus ältere

Besiedelung Buchenbergs im 3. - 4. Jahrtausend v. Chr. hin.

Dass Buchenberg auch um die Zeitenwende nicht abseits lag, wird dokumentiert durch Funde von römischen Münzen und Erkenntnisse über eine Römerstraße die von Straßburg über das Kinzigtal wahrscheinlich über den Brogen führte. Diese Strecke erschloss damals einen der wenigen befahrbaren West-Ost-Pässe des Schwarzwaldes. Im Mittelalter wurde die Lehensherrschaft in Buchenberg und in Martinsweiler durch die Rottweiler Familie Haugk

ausgeübt. Diese hatte mindestens seit 1381 den Burgstall Waldau der 1127 erstmals urkundlich erwähnt wird besessen. Die Burgruine Waldau wurde 1445, nach vorheriger Zerstörung durch die Villinger, an den Grafen Ludwig l. von Württemberg verkauft.

Auf der Rottweiler Pürschgerichtskarte von 1564 ist die Burg bereits als Ruine dargestellt. Von der ehemaligen Burg ist heute noch der Burgfried fast völlig erhalten. Daneben sind auch noch umfangreiche Reste der Ringmauer und des Ringgrabens vorhanden. 1445 kam Buchenberg unter die Verwaltung des württembergischen Überamtes Hornberg. 1534 trat Herzog Ulrich von Württemberg zum protestantischen Glauben über. Buchenberg

wurde damit ebenfalls protestantisch.